Donnerstag, 21. September 2017

Bischof Kräutler spricht in Krems über "Haltung in haltlosen Zeiten"


22. September 2017, 20:00
Ort: "Kloster UND", Unistraße 6, 3504 Krems/Stein
Mensch. Macht. Mut.
Ein Gespräch über Haltung in haltlosen Zeiten
Erwin KRÄUTLER und Sonja PANTHER


Diözese St. Pölten
Bischof Kräutler spricht über "Haltung in haltlosen Zeiten"
Krems, 19.09.2017 (dsp) "Ordnung und Unordnung" lautet das Motto der heuer zum 20. Mal stattfindenden "GLOBART Academy" von 21. bis 23. September in Krems. Als eines der Highlights der Veranstaltung ist ein Gespräch mit Erwin Kräutler angekündigt, dem ehemaligen Bischof der brasilianischen Diözese Xingu; er spricht über "Haltung in haltlosen Zeiten".


ORF, 20.9.2017
Unordnung und Ordnung bei GLOBART
Beim 20-jährigen Bestehen wird im Rahmen der GLOBART Academy von 21. bis 23. September in Krems über das Thema „UNOrdnung“ diskutiert. Den GLOBART Award erhält in diesem Jahr der US-Ökonom Jeffrey Sachs.


GLOBART

Dienstag, 5. September 2017

Bischof Kräutler: Protestnote gegen das Bergbaudekret


Präsident Michel Temer hatte am 22.8. das Amazonasschutzgebiet RENCA mit einem Präsidialerlass aufgelöst und für Bergbaufirmen freigegeben. Das führte bei Umweltschützern und auch bei der katholischen Kirche Brasiliens zu heftigen Protesten.

Das panamazonische Kirchennetzwerk REPAM und die bischöfliche Kommission für Amazonien, dessen Präsident Cláudio Kardinal Hummes und dessen Sekretär Bischof Erwin Kräutler sind, veröffentlichten am 28.8.2017 eine Protestnote gegen den Präsidialerlass und dürften damit wesentlich zu dessen Aufhebung beigetragen haben.

Hier eine von Bischof Kräutler authorisierte Übersetzung der Dreikönigsaktion:


Brasília, 28. August 2017

Protestnote gegen den Präsidialerlass zu Aufhebung des Naturschutzgebietes
Reserva Nacional do Cobre e Associados (RENCA)

Wir hören den Schrei der Erde und der Armen

Das länderübergreifende Pan-amazonische Kirchennetzwerk REPAM (Rede Eclesial Pan-Amazônica) – verbunden mit der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz CELAM (Conselho Episcopal Latino-Americano e do Caribe) und in Brasilien eine Einrichtung der Bischofskonferenz CNBB (Conferência Nacional dos Bispos do Brasil) - tritt gemeinsam mit der bischöflichen Kommission für Amazonien, mit der sie über ein gemeinsames Präsidiums verbunden ist, und vereint mit der katholischen Kirche Pan-Amazoniens sowie der brasilianischen Gesellschaft – insbesondere mit den indigenen Völkern der Terras Indígenas Waãpi und Rio Paru D’Este – an die Öffentlichkeit und verurteilt die undemokratische Ankündigung eines höchst zerstörerischen Präsidialerlasses zur Aufhebung des Naturschutzgebietes Reserva Nacional de Cobre e seus Associados (RENCA) vom 23.8.2017 aufs Schärfste.

RENCA ist ein Schutzgebiet in Amazonien, das mit 46.450 km2 der Fläche des Staates Dänemark entspricht. Die Region umfasst neun Schutzgebiete, von denen drei umfassend geschützt sind: der Nationalpark von Montanhas do Tumucumaque, die staatlichen Waldschutzgebiete von Paru und Amapá; das Öko-Reservat von Maicuru, und die Öko-Station von Jari, das Bergbau-Schutzgebiet von Rio Cajari, sowie das Reservat für nachhaltige Entwicklung des Rio Iratapuru sowie die indigenen Territorien von Waiãpi und Rio Paru d`Este. Diese Gebiete für den Abbau von Kuper, Gold, Diamanten, Eisen, Niob u. a. m. zu öffnen, wird die Entwaldung, den unwiederbringlichen Verlust an Biodiversität sowie negative Auswirkungen für die Bevölkerung der Region vorantreiben.

Das Dekret zur Aufhebung von RENCA missachtet die brasilianische Demokratie, da die Regierung - in der Absicht neue Investitionen ins Land zu holen - ausschließlich die an der Ausbeutung der Region interessierten Unternehmen angehört hat. Es wurde keinerlei Konsultation der indigenen Völker und traditionellen Gemeinschaften durchgeführt, wie dies die brasilianische Bundesverfassung von 1988 in Artikel 231 sowie die Konvention 169 der ILO (International Labour Organization) fordern. Die Regierung gibt schlichtweg den großen Minenunternehmen, die seit Jahren die Aufhebung verlangen, sowie dem Druck parlamentarischer Gruppen, die eng mit dem Bergbausektor verbunden sind und der auch ihre Wahlkämpfe finanziert hat, nach.

Im krassen Gegensatz zu den schriftlichen Beteuerungen der Regierung wird es mit der Öffnung der Region für den Bergbau keinerlei Garantien mehr für den Schutz des tropischen Regenwalds, der Naturschutzgebiete und noch viel weniger der indigenen Territorien geben. Letztere werden direkt und auf gewaltsame und unumkehrbare Weise betroffen sein. Man muss sich bloß die Spuren der Verwüstung ansehen, die brasilianische und ausländische Minengesellschaften in Amazonien in den letzten Jahrzehnten hinterlassen haben: Entwaldung, Umweltverschmutzung, Beanspruchung von Wasserressourcen durch den hohen Wasserbrauch von Bergbauoperationen sowie deren Verschmutzung durch Chemikalien, Anstieg von Kriminalität, Drogenmissbrauch und Prostitution, Verschärfung von Landkonflikten, unkontrollierte Aggression gegen die Kulturen und Lebensweisen der indigenen und traditionellen Gemeinschaften, große Steuererleichterungen bei gleichzeitig minimalen Leistungen für die Bevölkerung in der Region.

Unabschätzbare ökologische und soziale Risiken bedrohen die „an biologischer Vielfalt überreiche[] Lunge[] des Planeten“ (LS38) Amazonien, wie uns Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato Si‘ erinnert. Er warnt des weiteren, dass Vorschläge existierten, „das Amazonasgebiet zu internationalisieren: Solche Ideen nützen einzig und allein den ökonomischen Interessen der transnationalen Unternehmen“ (LS38), so der Papst. Die Politik darf sich nicht der Wirtschaft und dem Diktat eines technokratischen Effizienz-Paradigmas unterwerfen. Die Priorität muss vielmehr stets das Leben, die Menschenwürde und die Sorge um das gemeinsame Haus, die Mutter Erde, sein. Am 9. Juli 2015 in Santa Cruz de la Sierra, Bolivien sagte Papst Franziskus sehr deutlich: „Sagen wir Nein zu einer Wirtschaft des Ausschlusses und der Ungerechtigkeit, in der das Geld regiert anstatt zu dienen. Eine solche Wirtschaft tötet. Eine solche Wirtschaft grenzt aus. Eine solche Wirtschaft zerstört die Mutter Erde“.

In der Enzyklika Laudato Si’ warnt Papst Franziskus weiters vor dem „Drama der auf unmittelbare Ergebnisse ausgerichteten politischen Planung“. Dieses „führt zu der Notwendigkeit, kurzfristig Wachstum zu erzeugen.“ (LS 178)

Vielmehr müssen für ihn die Einwohner vor Ort „einen privilegierten Platz in der Diskussion […] haben, die sich fragen, was sie für sich und für ihre Kinder wollen, und die auch Ziele in Betracht ziehen können, die das unmittelbare wirtschaftliche Interesse übersteigen.” (LS 183).

Die Aufhebung von RENCA stellt eine politische Bedrohung für ganz Brasilien dar. Sie erhöht den Druck auf die indigenen Territorien und Naturschutzgebiete und öffnet die Tür für die Flexibilisierung weiterer Bestimmungen, etwa der Genehmigung von Bergbauoperationen in indigenen Territorien, die im derzeitigen Bergbaugesetz untersagt ist.

Deshalb schließen wir uns den lokalen Diözesen von Amapá und von Santarém sowie den Umweltschützer/innen und dem Teil der Gesellschaft an, der über - auch von den Unterzeichner/innen dieses Schreibens unterstützten - Petitionen in den sozialen Netzwerken den sofortigen Stopp des Präsidialerlasses zu Aufhebung des Naturschutzgebietes fordern.

Wir rufen die Damen und Herren Parlamentsabgeordneten auf, Amazonien zu schützen und zu verhindern, dass Bergbauoperationen ein weiteres großes Naturerbe zerstören.

Wir werden nie resignieren angesichts der Zerstörung des Menschen und seiner Mitwelt! Vereinen wir unsere Kräfte für das Leben der Völker, die im Biom Amazoniens leben. Die Zukunft der kommenden Generationen liegt in unseren Händen!

Gott möge uns in der Tiefe unserer Herzen ermutigen, uns erleuchten und stärken auf der Suche der so sehr ersehnten neue Erde, in der die Gerechtigkeit wohnt.

Bischof Cláudio Kardinal Hummes OFM
Präsident der REPAM und der bischöflichen Kommission für Amazonien

Bischof Erwin Kräutler CPPS
Präsident von REPAM Brasilien und Sekretär der bischöflichen Kommission für Amazonien


Die deutsche Protestnote als PDF

Die Protestnote im portugiesischen Original:
CNBB, 28.8.2017
“Extinção da Renca vilipendia democracia brasileira”, afirmam bispos da Repam em nota

Freitag, 1. September 2017

Papst Franziskus reagiert auf offenen Brief zum Murkraftwerk


murXkraftwerk.at, 31.8.2017
Offener Brief Murkraftwerk:
Papst Franziskus ermutigt zum Einsatz für die Natur und die Menschen


(Graz, 31. August 2017) Vor Wochen hat die vom Katholischen Pressverein gegründete „Kleine Zeitung“ auf einen offenen Brief an Papst Franziskus betreffend den Bau des Grazer Murkraftwerks mit einer geradezu propagandistischen Verhöhnung reagiert. Mit der reisserischen Headline „Jetzt soll der Papst das Grazer Murkraftwerk verhindern“ wurden - unserer Ansicht nach - auf geradezu unchristliche Art engagierte Menschen vorgeführt und lächerlich gemacht.

Umso mehr freut sich nun Karin Rausch, die Initiatorin der Petition, dass der Papst über das Staatssekretariat aus dem Vatikan direkt geantwortet hat. Die Zeilen des Papstes lesen sich ermutigend für alle die sich trotz der vehementen, teilweise brutalen Art von Medien und Politik weiter für den Schutz von Natur, Stadt und Menschen einsetzen. So tut es gut, dass „Ihre Ausführungen wurden aufmerksam zur Kenntnis genommen“ wurden.

Der Papst bestätigt, dass die Achtsamkeit mit dem Umgang der Natur sehr wohl seine Berechtigung hat:
„Doch der Preis für die Schäden, die durch die egoistische Fahrlässigkeit verursacht werden, ist sehr viel höher als der wirtschaftliche Vorteil, den man erzielen kann“ (Nrn. 35 und 36).“
All jenen Menschen die dieser Petition entsprechend mitfiebern, lässt Papst Franziskus zum Schluss ausrichten:
„In der Hoffnung, dass immer mehr Menschen erfahren, wie befreiend die Genügsamkeit ist, die unbefangen und bewusst im Einklang mit der Natur gelebt wird (Laudato si‘, Nr. 223), erbittet Papst Franziskus Ihnen und allen, die Ihnen nahestehen, von Herzen Gottes Schutz und Segen.“
Während sich in Österreich angerufene Autoritäten wie Bundespräsident Alexander Van der Bellen oder der Steirische Bischof nur hinter Ausflüchten verstecken und jegliche inhaltliche Position zur Naturzerstörung im Namen des Götzen Wirtschaftswachstum vermeiden, stellt sich Papst Franziskus klar auf die Seite der von Wirtschaft und Machtpolitik missachteten Natur und Menschen.

Das wird hoffentlich nicht nur die UnterzeichnerInnen ermutigen, nach ihrem Verstand und ihrem Herzen zu handeln und die Natur – nicht ganz uneigennützig für das eigene Wohlbefinden und ein gesundes Leben – schützend zu umarmen, aktiv zu bleiben oder zu werden.

Weitere Infos:


steiermark.orf.at, 1.9.2017
Murkraftwerk: Papst reagiert auf offenen Brief
Papst Franziskus hat auf einen offenen Brief an ihn zum Grazer Murkraftwerk reagiert. In dem Antwortschreiben ermutige er zu mehr Genügsamkeit, so die Initiatoren der Petition gegen den Bau des Mutkraftwerks.


Blog-Archiv zum Murkraftwerk

Donnerstag, 31. August 2017

Bischof Kräutler kämpft für Bewahrung der Schöpfung


Radio Vatikan, 31/08/2017
Bischof Kräutler: „Die Zerstörung der Schöpfung geht uns an“
Am 1. September feiern Christen weltweit den Tag der Schöpfung. 2014 rief Papst Franziskus diesen Gedenktag im Sinne seiner Enzyklika Laudato Si ins Leben; er rückt die Bewahrung der Schöpfung in den Mittelpunkt und fordert Christen weltweit auf, sich mit konkreten Handlungen für den Umweltschutz einzusetzen. Der Papst warnt in Laudato Si auch davor, den Naturschutz wirtschaftlichen Interessen zum Opfer fallen zu lassen.

Genau das wirft die katholische Kirche in Brasilien Präsident Michel Temer vor. In der vergangenen Woche beschloss er, das Amazonasschutzgebiet Renca aufzulösen und für Bergbaufirmen freizugeben. Nach Protesten des bischöflichen Amazonasnetzwerkes Repam stoppte nun ein Richter Temers Vorhaben vorerst.

Zu den Kritikern gehört auch der emeritierte aus Österreich stammende Amazonas-Bischof Erwin Kräutler, der bis 2015 in der brasilianischen Diözese Xingu im Amt war. Seit Jahren setzt er sich für den Schutz des Amazonasgebiets ein und erhielt dafür 2010 den alternativen Nobelpreis. Im Gespräch mit Radio Vatikan erklärt er Hintergründe und mögliche Folgen des präsidentiellen Dekrets:

„Es geht darum, Amazonien zu einer Bergwerkregion zu machen und das Volk wird einfach nicht gefragt. Der Präsident nimmt die Füllfeder in die Hand und dekretiert: Dieses Gebiet wird geöffnet für die Bergwerksgesellschaften. Ohne Rücksicht auf Verluste, skrupellos. Und die Leute hier haben das Nachsehen; und die Konsequenzen hier sind irreversibel. Das ist nicht mehr rückgängig zu machen; die Flora und Fauna sind auf Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, geschädigt. Wir haben die Aufgabe, auf die Regierung einzuwirken und zu sagen: So geht das nicht, im Namen Gottes, im Namen des Schöpfers, der uns diese Welt geschaffen hat, in der wir leben, können wir einfach nicht ja und Amen sagen zu dem, was irgendwo ein Präsident sogar gegen die brasilianische Verfassung entscheidet.“

Würden die Bergbaufirmen in der rohstoffreichen Region im Norden des Landes Kupfer, Gold und andere Metalle abbauen, hätte dies die massive Abholzung des Regenwaldes zur Folge. Das Renca-Gebiet ist so groß wie Dänemark und auch Heimat zahlreicher indigener Gemeinschaften. Deren Rechte könnten durch Temers Vorhaben stark eingeschränkt werden, kritisiert Repam. Erwin Kräutler erinnert daran, dass Papst Franziskus im Artikel 146 seiner Enzyklika explizit die Situation der Ureinwohner anspricht:

„Der Papst hat eine besondere Sensibilität für die indigenen Völker mit ihren kulturellen Traditionen, ihnen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Sie sind nicht nur eine einfache Minderheit. Sie müssen viel mehr die wesentlichen Ansprechpartner werden; und das gerade im Zusammenhang mit Amazonien; gerade im Zusammenhang mit diesem unseligen Dekret, dass das der Präsident Temer unterschrieben hat. Er hat es jetzt zurückgenommen, aber in einer neuen Version herausgegeben. Man könnte sagen, das ist eine „Version light“, aber der Kern, die Aggression auf Amazonien, besteht weiter.“

Kräutler kritisiert die Gleichgültigkeit, mit der viele Menschen heutzutage ihre eigene Bereicherung oder auch nur Bequemlichkeit über die Bewahrung der Schöpfung stellen würden. Man müsse sich über die Dringlichkeit der Probleme bewusst werden, fordert er, und darauf reagieren. Um die Erderwärmung zu bekämpfen, müssten sich Lebensstil, Produktion und Konsum verändern.

„Es geht um das Überleben des Planeten Erde. Es geht um unsere Verantwortung, die wir als Christen, als Söhne und Töchter Gottes übernommen haben. Der Papst schaut auf diese Mitwelt – also man spricht nicht mehr von einer Mitwelt in diesem Sinne, dass es uns gegenüber steht, sondern das ist die Mitwelt, zu der wir alle gehören. Wir sind verantwortlich dafür , weil wir vernunftbegabte Wesen sind. Wir können nicht einfach so tun, als ob uns das nichts anginge und denken: Nach uns die Sintflut. Wir sind verantwortlich für die kommenden Generationen. Und gerade in Bezug auf das Amazonas-Gebiet hat unser lieber Papst Franziskus ganz besonders auf die Ökosysteme der tropischen Regenwälder hingewiesen. Nummer 38 in Laudato Si spricht ganz klar die Ökosysteme der tropischen Regenwälder an, denn die enthalten eine biologische Vielfalt von einer enormen Komplexität, die ganz zu kennen beinahe unmöglich ist.“

Er spricht von der Notwendigkeit, „legitime Druckmittel“ einzusetzen, wenn die Regierung in Bezug auf den Umweltschutz ihre Pflicht nicht erfülle. Dem emeritierten Bischof ist es ein großes Anliegen, die päpstliche Botschaft für den Umweltschutz zu verbreiten. Deshalb organisiere di Kirche in Brasilien besondere Seminare, die die Enzyklika Laudato Si „unter das Volk bringen“ sollen. Die Worte des Papstes sollten dort nicht nur gelesen werden – auch von Laien - sondern auch konkret in die Tat umgesetzt.

„Was können wir ganz klar tun, damit Laudato Si nicht nur irgendein Büchlein ist, das im Regal liegt, sondern in die Aufgabe und in den Bereich des kirchlichen Einsatz für eine bessere Welt hineinkommt? Ich meine, wir haben in diesem Zusammenhang richtige Erfolge erzielt; dass Leute ganz begeistert sind um diese Enzyklika, und sagen: Gott sei Dank, die Kirche hat hier ein Wort gesprochen. Aber diese Wort darf nicht irgendwie vom Tisch fallen oder verschwinden, sondern wir haben diese Aufgabe. Wir danken unserem Papst, dass er ganz klare Worte gefunden hat.“

Radio Vatikan, 1.9.2017
Schreiende Erde: Papst und Patriarch geißeln Umweltsünden
Unersättlichkeit, Herrschaftsgebaren und Bereicherung auf Kosten anderer: der Mensch richtet sein Haus samt Mitbewohnern regelrecht zugrunde. Es sind klare Worte, die der Papst und der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. in ihrer gemeinsamen Botschaft zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung am 1. September finden. In ihrer gemeinsamen Erklärung geißeln die Kirchenführer den zerstörerischen Umgang mit Natur und Umwelt. Es ist das erste Mal, dass Franziskus und Bartholomaios gemeinsam über das Thema schreiben. Die Botschaft erschien in sieben Sprachen.

Radio Vatikan, 1.9.2017
Gemeinsame Botschaft von Papst Franziskus und dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung